Entscheiden Sie in den folgenden Sätzen, ob das passato remoto oder das imperfetto zu verwenden ist. Begründen Sie ihre Wahl.

Übung 1: Entscheiden Sie in den folgenden Sätzen, ob das passato remoto oder das imperfetto zu verwenden ist. Begründen Sie ihre Wahl.
molti soldi, ma
sempre tutto quello che aveva.
Begründung: Das sempre, immer, zeigt an, dass es sich um zwei Vorgänge handelt, die sich in der Vergangenheit REGELMÄßIG wiederholten. Die zwei imperfetti rechtfertigen sich also nicht aufgrund des Andauernden Charakters der Handlung, sondern durch die Regelmäßigkeit, mit der sich jene Ereignisse wiederholten.
Er verdiente viel Geld, gab aber immer alles aus, was er hatte.
Mi
ieri per dirmi che non
più andare a Parigi.
Begründung: Das ieri zeigt an, dass sich das Ereignis in einem Zeitraum ereignete, der vor dem Zeitraum liegt, in dem sich der Sprecher aktuell befindet, ein Bezug zur Gegenwart des Sprechers besteht nicht. Das voleva rechtfertigt sich dadurch, dass ein andauernder Zustand beschrieben wird, der Anruf ist in diesen Zustand der Unlust nach Paris zu fahren eingebettet. Weiter franst dieses Ereignisses an den Rändern aus, wir wissen weder, ab wann er diese Unlustgefühle hatte, noch wann und ob diese endeten, bzw. es interessiert nicht. All das spricht für den imperfetto.
Er rief mich gestern an, um mir mitzuteilen, dass er nicht mehr nach Paris gehen will.
Mi
ogni giorno e mi
sempre la stessa storia assurda.
Begründung: Wir haben wieder zwei Ereignisse, hierauf deutet das ogni giorno hin, die sich REGELMÄßIG wiederholten.
Er rief mich jeden Tag an und erzählte mir immer die gleiche absurde Geschichte.
Nell' ultima lettera che mi
mi
che aveva trovato un altro lavoro.
Begründung: Wir haben ein punktuelles Ereignis und ein solches franst an den Rändern nun mal nicht aus und da wir auch keine Auswirkung zur Gegenwart des Sprechers erkennen können, muss das passato remoto stehen, zumindest, wenn von der "Norm" ausgegangen wird. Der trapassato prossimo steht, weil die Handlungen umgekehr zum chronologischen Ablauf beschrieben werden.
Im letzten Brief, den er mir geschrieben hat, hat er mir erzählt, dass er eine andere Arbeit gefunden hatte.
Mi
ogni giorno, benchè non
* niente da dire.
Begründung: Wieder haben wir ein ogni giorno, welches darauf verweist, dass sich die Ereignisse in der Vergangenheit regelmäßig wiederholten.
Er schrieb mir jeden Tag, obwohl er nichts zu sagen hatte.
un libro quando di colpo
alla porta.
Begründung: Wir haben eine Grundhandlung, das lesen eines Buches, welche von einer anderen Handlung, dem Klopfen an die Tür, unterbrochen wird. Würde man anstatt leggeva den passato remoto lesse verwenden, würde man die Verhältnisse als aufeinanderfolgend beschreiben (sie las zuerst ein Buch und dann klopfte es an der Tür) würden die Zeiten dem Alltagsverständnis widersprechen, der Satz klänge für italienische Ohren schief.
Er las ein Buch, als sie plötzlich an der Tür klopften.
nell' anno 1952, quando la situazione
.
Begründung: Das das Verb sterben im passato remoto steht ist klar, sterben ist ein punktueller Vorgang. Schwieriger ist das mit dem amigliorare. Hier wird davon ausgegangen, dass die Verbesserung einsetzte, das Einsetzen wäre dann eine punktuelle Handlung. Sieht man die Verbesserung als allgemeine Tendenz, in die das Sterben eingebettet ist, müsste das imperfetto stehen.
Er starb im Jahre 1952, als die Situation sich verbesserte.
sempre ciò che
fare.
Begründung: Wieder haben wir zwei Handlungen, die sich regelmäßig in der Vergangenheit wiederholten, hierauf verweist auch das sempre, immer.
Er machte immer, was er wollte.
Non lo
, perchè non
voglia di farlo.
Begründung: Wir haben wieder eine Grundhandlung, keine Lust haben, und in diese ist eine andere, etwas tun, eingebettet. Würde man die Unlust mit einem passato remoto beschreiben, würden die Zeiten etwas suggerieren, nämlich das Aufeinanderfolgen der Ereignisse,was dem Alltagsverständnis zuwider liefe, der Satz klänge schief, so ähnlich wie das hier im Deutschen. A: Hast du Hunger? B: Nein, ich aß gerade, ich bin satt. anstatt: Nein, ich habe gerade gegessen, ich bin satt.
Er machte es nicht, weil er keine Lust hatte, es zu tun.

* Die Lösung ist avesse. Wir brauchen den congiuntivo, weil das benchè diesen erzwingt. Wir kommen darauf später zurück.