Die indirekte Rede wird im Italienischen (wie auch in allen anderen romanischen Sprachen) mit dem Indikativ gebildet. Davon abgesehen, ist aber die Logik die Gleiche, wie bei allen anderen Verben, bei denen die Ereignisse in Bezug zu dem Moment verankert werden müssen, in dem ein Prozess mental durchdrungen wird. In diesem Fall besteht die mentale Durchdringung eben darin, dass jemand etwas erzählt, berichtet, sagt, was ein anderer erzählt, berichtet oder gesagt hat. Der Moment in dem der andere es erzählt, berichtet oder sagt ist der Moment der mentalen Durchdringung, also der Anker. Wir haben in dieser Übung auch die wenigen anderen Verben, die einen Prozess der mentalen Durchdringung im engeren Sinne beschreiben (also nicht nur Verben wie dire, sondern auch sapere) und den indicativo verlangen. Die meisten Verben der mentalen Durchdringung wie sperare, temere, esigere, chiedere, volere etc. etc. verlangen ja den congiuntivo.

Übung 5
Vorzeitig
Lui dice che lei non
.
Er sagt, sie sei gekommen.
Gleichzeitig
Lui dice che lei non
.
Er sagt, sie komme.
Nachzeitig
Lui dice che lei non
.
Er sagt, dass sie kommen würde.
Vorzeitig
Lui disse che non
.
Er sagte, sie wäre nicht gekommen.
Gleichzeitig
Lui disse che non
.
Er sagte, sie käme nicht.
Nachzeitig
Lui disse che non
.
Er sagte, sie würde nicht kommen.
Vorzeitig
Lui sa che l'
.
Er weiß, dass wir es gekauft haben.
Gleichzeitig
Lui sa che lo
.
Er weiß, dass wir es kaufen.
Nachzeitig
Lui sa che lo
.
Er weiß, dass wir es kaufen werden.
Vorzeitig
Lui sapeva che l'
.
Er wusste, dass wir es gekauft haben.
Gleichzeitig
Lui sapeva che lo
.
Er wusste, dass wir es kauften.
Nachzeitig
Lui sapeva che lo
.
Er wusste, dass wir es kaufen würden.