Wow! Haben wir aber ins Volle gegriffen! Erstens setzen wir einen Begriff dahin, Pronominaladverb, der zwar nicht gerade das Aroma einer unbekannten Frucht vor unsere lebendige Phantasie stellt, aber trotzdem ziemlich unbekannt ist und zweitens wollen wir noch zwei Vertreter dieses Dingsdabumsa vorstellen. Was ist also ein Dingsdabumsda? Ein Dingsdabumsda ist zum einen ein Pronomen und tut somit, was Pronomen eben so tun, es vertritt etwas, nämlich ein Objekt (nicht aber eine Person!)

vertritt ein Objekt
Ich glaube an seine Idee. <=> Ich glaubedaran.
(aber: Ich glaube an ihn <=> nicht: Ich glaube daran.)
vertritt eine adverbiale Bestimmung
Er hat den Brief mit dem Kugelschreiber geschrieben. <=> Er hat ihn damit geschrieben.

Im Deutschen hätten wir also sogar zwei Argumente, warum die Pronominaladverbien Adverbien sind. Was eine adverbiale Bestimmung ersetzen kann, ist eben selber auch ein Adverb. Was das Italienische angeht, fällt diese Argumentation allerdings flach, denn weder ne noch ce können adverbiale Bestimmungen sein. (à propos: Adverbiale Bestimmungen erklären die Umstände eines Ereignisses, nach ihnen fragt man mit wie, wann, wo, womit: Er lag ihr zu Füßen. Wo lag er? Ihr zu Füßen.) Folglich brauchen wir ein anderes Argument. Das andere Argument ist, dass Pronominaladverbien unveränderlich sind, das heißt in Genus und Numerus nicht mit dem Referenzierten übereinstimmen, es ist egal, ob das, was sie ersetzen männlich oder weiblich, im Singular oder im Plural, im Dativ oder im Akkusativ steht, ob sie einen ganzen Sinnzusammenhang ersetzen oder ein bestimmtes Substantiv, sie sind immer gleich.

Denkst du an die Wäsche? => Ja, ich werde daran denken.
Denkst du an den Mülleimer? => Ja, ich werde daran denken.
Denkst du an die Preiselbeeren? => Ja, ich werde daran denken.

Pronominaladverbien sind also invariabel, wie wir sehen, und das haben sie mit Adverbien gemeinsam. Bis hierhin gibt es zwischen dem Italienischen und dem Deutschen keine Unterschiede.

Die Angaben bezüglich Geschlecht und Zahl beziehen sich auf das Italienische.

Übersicht
Singular, männlich Denkst du an die Blume?
Pensi al fiore?
Plural, männlich Denkst du an die Blumen?
Pensi ai fiori?
Singular, weiblich Denkst du an die Pflanze?
Pensi alla pianta?
Ja, ich denke
daran.
Si, ci penso.
Plural, weiblich Denkst du an die Pflanzen?
Pensi alle piante?
Referenzierung eines
Sinnzusammenhanges
Denkst du noch an unsere Reise nach Paris?
Pensi ancora al nostro viaggio a Parigi?