Von der generellen Regel, dass der Tondruck nicht durch
Akzent gekennzeichnet wird, gibt es nun, wie bereits
oben erwähnt, eine bedeutsame Ausnahme,
die jedem, der schon mal einen italienischen Text gesehen hat, bereits aufgefallen
ist. Liegt der Akzent auf der letzten Silbe, dann steht Akzent und in dieser
Situation ist sogar zwischen geschlossenem / offenem o (siehe 2.17 Das 'o') und geschlossenem / offenem e (siehe 2.7 Das 'e') zu unterscheiden.
Endet die betonte Silbe auf einem geschlossenen e (Mundstellung ähnlich
wie bei i, also e wie in Esel), dann steht das, was im Französischen
accent d' aigu heißt und im Italienischen accento acuto, der Akzent
sieht dann also so aus: é.
Handelt es sich aber um ein offenes e (also ähnlich wie Deutsch "ähnlich", oder Französisch "vrai", dann steht ein accento grave (also das, was im Französischen acent grave heißt).
Ist der Tondruck auf der letzten Silbe und endet das Wort auf o, dann ist dieses o immer ein offenes o, also eines, wo sich die Lippen nicht spitzen, also nicht wie bei dem deutschen Wort 'ohne' und sondern wie bei 'Sorge'.
Sieht man also von den sehr, sehr wenigen Fällen, die man an einer Hand abzählen kann ab, hat die tondrucktragende letzte Silbe immer einen accento grave.
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